Aktuell

Bericht GV 2019 in der Rigipost

Grosseinsatz des Vereins wachen und begleiten (wabe) Arth-Goldau und Region

Ab dem Jahreswechsel fiel schweizweit nicht nur in vielen Spitälern, sondern auch in vielen Altersheimen der Notruf für Patienten aus. Je nach Institution behalf man sich mit der Abgabe eines Babyphons an die Patienten (sofern genügend vorhanden) oder durch vermehrtes Personal, damit die Patienten trotzdem sicher betreut und überwacht werden konnten, wodurch die Pflegepersonen insbesondere in der Nacht durch zusätzliche Schichten belastet wurden.

Ein Altersheim aus der Nachbarschaft unseres Einsatzgebiets erinnerte sich an den Verein wabe Arth-Goldau und ersuchte um Unterstützung in der Nacht, zumal die Störung in den Spitälern begreiflicherweise zuerst behoben wurde und es bei den Heimen länger dauerte. Auf Anhieb stellten sich bereits in der ersten Nacht drei Begleiterinnen unseres Vereins zur Verfügung. Da die Störung im Altersheim bis zum 9.Jan.19 anhielt, leistete der Verein in den 7 Nächten insgesamt 17 Nachtwachen: in den ersten drei Nächten stellten sich jeweils drei unserer Begleiterinnen zur Verfügung, in den nächsten vier Nächten jeweils zwei. Während die Wachen am Krankenbett vom Verein jeweils kostenlos geleistet werden, wurden diese Spezialeinsätze vom Altersheim vergütet und belasten daher unseren Spendenfonds nicht. Der Vorfall zeigt, wie wertvoll die Freiwilligenarbeit unserer Vereinsmitglieder ist und die Zufriedenheit des Heimes sagt alles aus über die Qualität unserer Einsätze.

Vorschau öffentlicher Vortrag: vorgängig zur der GV vom 12.April 19 wird Dr.med. Markus Schnoz, Schwyz, um 19 Uhr das von ihm gegründete Hospiz in Schwyz sowie den Unterschied zur Palliativ-Station des Spitals vorstellen.



Der Verein «Sterbebegleitung Arth-Goldau» erneuert sich zum 10-Jahres-Jubiläum und heisst nun:

Verein wachen und begleiten Arth-Goldau und Region

Warum der Namenswechsel? In den vergangenen 10 Jahren machten wir die Erfahrung, dass es vielen Leuten schwerfällt, «Sterbebegleitung» und «Sterbehilfe» auseinander zu halten. Unser Verein leistet keinerlei Sterbehilfe. Er bietet Begleitung und Entlastung der Angehörigen an, damit Schwerkranke und Sterbende im Sinne der Palliative-Care betreut werden und wenn möglich zu Hause sterben können.

Mit der Erweiterung unserer Dienste wollen wir auch die Angehörigen Schwerkranker, die nicht am Sterben sind, entlasten. Dabei stellte der Name «Sterbebegleitung» oft ein Hindernis dar, unsere Dienste in Anspruch zu nehmen.

Wer sind wir eigentlich? Wir sind ein überkonfessioneller Verein. Unsere Dienste sind unabhängig von Herkunft, Weltanschauung und Religion. Unsere Mitglieder sind entweder Gönner, die unsere Anliegen durch ihren Jahresbeitrag unterstützen, oder freiwillige Begleiterinnen und Begleiter. Diese haben eine entsprechende Ausbildung und persönliche Erfahrung in der Begleitung Schwerkranker und Sterbender. Teils haben sie langjährige berufliche Erfahrung im Akutspital, der Spitex oder Pflegeheimen. Wir versehen diesen Dienst aus einer ethischen Grundhaltung heraus und  unterstehen der Schweigepflicht.

Was bietet der Verein an? Wir begleiten schwerkranke und sterbende Menschen vor allem in der Nacht, bei Bedarf auch stundenweise am Tag. Wir entlasten die Angehörigen in dieser intensiven Zeit, vermitteln Sicherheit, Geborgenheit und gehen auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche ein. Auch wenn ein Teil unserer Begleiterinnen Pflegefachpersonen mit langjähriger Erfahrung sind, bleibt die medizinische Versorgung und Pflege in der Verantwortung von Arzt, Spitex und Palliative-Care Schwyz.
Wir distanzieren uns von jeglicher Form der Sterbehilfe.

Wem und wo  bieten wir unsere Dienste an?

  • Schwerkranken und Sterbenden, die Begleitung wünschen
  • Pflegenden Angehörigen zur Entlastung.
  • Institutionen, welche sich um schwerkranke und sterbende Menschen kümmern und eine Entlastung des Personals wünschen.
  • Unsere Dienste stehen in den Gemeinden Arth, Steinerberg, Lauerz, Steinen, Sattel und Rothenthurm zur Verfügung.